Katze Resi, die Identifikationsfigur des Präventionskonzepts

Evaluation

 

Das Programm wird in einer Pilotphase von teilnehmenden Kindertageseinrichtungen durchgeführt und begleitend evaluiert.

Auf der Prozessebene werden Akzeptanz und Praktikabilität des Ansatzes aus Sicht der durchführenden pädagogischen Fachkräfte erfasst und Aspekte der Umsetzung des Programms (Durchführungs- und -konzepttreue, Synergieeffekte und Schwierigkeiten im praktischen Einsatz) erhoben.

Auf der Wirkungsebene werden im Rahmen einer randomisierten Kontrollgruppenstudie Effekte auf die Kompetenzentwicklung der Kinder und das Wissen und die Handlungssicherheit der pädagogischen Fachkräfte ermittelt.

Abbildung: Kontrollgruppendesign zur Evaluation der Programmwirkung.  

 

Hierfür werden die teilnehmenden Kindertageseinrichtungen in zwei Gruppen unterteilt. Beide Gruppen durchlaufen das gleiche Programm zeitversetzt. Mit der ersten Gruppe (Interventionsgruppe) wird das Programm von Oktober 2015 bis Januar 2016 durchgeführt. Die Kindergärten, die der zweiten Gruppe (Kontrollgruppe) zugeordnet sind, starten zeitversetzt im Februar mit dem Programm.

Die Programmwirkung wird auf mehreren Ebenen erfasst:

Die sozial-emotionalen und körperbezogenen Kompetenzen der Kinder werden zu drei Messzeitpunkten erfasst (vorher, nach Abschluss der Programmdurchführung und im follow-up). Die Einschätzung erfolgt durch die pädagogischen Fachkräfte und die Eltern.

Die sprachlich-erzählerischen Fähigkeiten der Kinder werden mithilfe von Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumenten durch die pädagogischen Fachkräfte eingestuft.

Das Wissen der Kinder über Regeln und Handlungsstrategien (z.B. gute und schlechte Geheimnisse) wird im Rahmen von Kinderinterviews bei einem Teil der teilnehmenden Kinder erfasst.

Wissen und die Handlungssicherheit der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit Verdachtsfällen sexuellen Kindesmissbrauchs werden anhand von Fragebögen und Fallvignetten erfasst. Dabei wird das Wissen und die Fallbearbeitung von Fachkräfte, die an spezifischen Fortbildungen teilgenommen haben, mit Fachkräften vergleichen, die (noch) keine spezifische Weiterbildung absolviert haben.

 

Informationen und begleitende Unterstützung:

Alle teilnehmenden Einrichtungen erhalten während der Projektlaufzeit Informationen über Beratungs- und Unterstützungsangebote vor Ort. Für Probleme und Fragen, die die kindliche Entwicklung, das Kindeswohl oder den Umgang mit Verdachtsfällen bezüglich sexuellen Missbrauchs betreffen, stehen die Projektleiterinnen und ihre Mitarbeiter/-innen beratend zur Verfügung und vermitteln Kontakte zu kooperierenden Fachstellen.

 

 


gesponsert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Projekt ist an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm angesiedelt
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