Katze Resi, die Identifikationsfigur des Präventionskonzepts

Ziele und Bausteine des Projekts

 

Ziel des Forschungsprojekts ist es, ein Konzept zur Primärprävention sexuellen Missbrauchs in Kindertageseinrichtungen zu entwickeln und auf Akzeptanz, Praktikabilität und Wirksamkeit zu überprüfen.

Das Programm ReSi richtet sich an Kinder in Kindertagesstätten (3-6 Jahre), ihre Eltern und pädagogische Fachkräfte. Es beinhaltet ein Förderprogramm für Kinder, das von den Fachkräften in der Einrichtung durchgeführt und in den Alltag eingebunden wird. Zusätzlich werden pädagogische Fachkräfte zum Thema Prävention sexuellen Missbrauchs, in der Elternarbeit und der Handlungssicherheit in Verdachtsfällen bedarfsgerecht weiter qualifiziert. Dabei wird ein Mehrebenenansatz verfolgt:

 

1. Kindbezogener Ansatz: Das ReSi-Kinderprogramm

Das Förderprogramm für die Kinder basiert auf einem resilienz- und salutogenetischen Ansatz. Es setzt sich zum Ziel, Kinder in ihren sozial-emotionalen, körperbezogenen und sprachlich-erzählerischen Kompetenzen zu fördern.
Dabei weist es Schnittstellen zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (StMAS/IFP 2012) auf. Es handelt sich um ein an den Bedürfnissen der Praxis orientiertes Konzept, das in Kooperation mit Kindertageseinrichtungen in einem Pretest erprobt und auf der Grundlage der Rückmeldungen der teilnehmenden Fachkräfte modifiziert wurde. Die Übungen lassen sich mit altersgemischten Gruppen durchführen. Eine Wiederholung in jährlichen Zyklen ist vorgesehen, so dass sich die Kinder abhängig von ihrem Entwicklungsstand unterschiedlich in die Durchführung einbringen können. So können jüngere Kinder von Älteren unterstützt und sprachlich angeleitet werden oder am Modell lernen.

 

2. Erwachsenenbezogener Ansatz: Weiterqualifikation von pädagogischen Fachkräften

Fachkräfte erfahren Unterstützung in der thematischen Weiterbildung zum Thema Prävention sexueller Missbrauch und Handlungssicherheit in Verdachtsfällen. Darüber hinaus werden sie in der Elternarbeit unterstützt (u.a. durch Elternabendangebote und thematische Elternflyer begleitend zur Durchführung des Förderprogramms). Die Weiterqualifikation beinhaltet eine Vernetzung mit regionalen Fachstellen und wird von speziell ausgebildeten Fachkräften geleitet.


gesponsert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Projekt ist an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm angesiedelt
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